religion im Rechtsstaat

von der Neutralität zur Toleranz?


03. Dezember 2018, 18H30 - 20H00

Die neue Buchpublikation «Religion im Rechtsstaat» (Stämpfli 2017) von Markus Müller, Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Bern, provoziert und stellt brisante Thesen zur Diskussion:

  • An die Stelle der «matt und abgebleicht» wirkenden Forderung nach «religiöser Neutralität» soll «religiöse Toleranz als individuelle Grundpflicht und staatliche Handlungsmaxime» treten.
  • Der Staat soll «sich als tiefgreifend christlich-jüdisch geprägt» verstehen, ohne den freiheitlichen Anspruch und das Ziel des religiösen Pluralismus zu gefährden».
  • Die öffentlich-rechtliche Anerkennung macht eine Religionsgemeinschaft zur «staatlichen Einrichtung», weshalb der Staat von öffentlich-rechtlich anerkannten Religionsgemeinschaften verlangen muss, dass sie rechtsstaatliche Grundprinzipien einhalten – z.B. die Gleichbehandlung der Geschlechter.
  • Der Staat soll rechtsgleiche und diskriminierungsfreie Anerkennungsverfahren für weitere Religionsgemeinschaften definieren.

 

Einleitung: 

 

Es diskutierten:

 

 

 

 

 

 

 

Organisation und Moderation:

 

 

Prof. Dr. Markus Müller

 

Prof. Dr. Angela Berlis (Dekanin der Theologischen Fakultät, Universität Bern)

PD Dr. Lorenz Engi (Privatdozent Universität St. Gallen, Delegierter für Religionsfragen in der Direktion der Justiz und des Innern, Kanton Zürich)

Amira Hafner-Al Jabaji (Islamwissenschaftlerin, SRF-Moderatorin der «Sternstunde Religion»)

Christoph Neuhaus (Berner Regierungspräsident, ehemals Vorsteher Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion)

 

Dr. des. Michael U. Braunschweig (Leiter Fachstelle Reformierte im Dialog)

Dr. André Flury (Leiter Fachstelle Kirche im Dialog)

Dr. Daniel Kosch (Generalsekretär Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz)



Impressionen

Fotos: Susanne Goldschmid


Viedo der Veranstaltung