kein kinderspiel


18. Oktober - 15. dezember 2018: Ausstellung und Veranstaltungs-reihe zu den Auswirkungen von Krieg, Verfolgung und Flucht

Krieg, Verfolgung und Flucht sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig und zwingen viele Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen und das Erlebte in der Fremde zu verarbeiten. Dabei beeinflussen etwa traumatische Erfahrungen, welche Geflüchtete daheim oder unterwegs gemacht haben, ihren Lebensalltag und begleiten die Betroffenen oft über Jahre hinweg. Diesen Auswirkungen von Traumata wird erst seit neuerer Zeit Beachtung geschenkt.

 

Die Plattform Face-Migration zeigt im Polit-Forum Bern im Käfigturm die multimediale Ausstellung « Kein Kinderspiel » zu den Auswirkungen von Krieg, Flucht und Verfolgung auf die erste und zweite Generation von Flüchtlingen in der Schweiz. Diese Ausstellung  stellt den Austausch von Flüchtlingen mit Jugendlichen in der Schweiz ins Zentrum. Das intergenerationelle Langzeitprojekt nimmt dabei auch Erfahrungen von Eltern und ihren Kindern auf, die bereits vor vielen Jahren in die Schweiz geflüchtet sind. Ergänzt wird die Gesamtschau « Kein Kinderspiel » mit einer Auswahl von Bildern aus der Ausstellung « Mein Leben in Flashbacks » des Ambulatoriums für Folter- und Kriegsopfer SRK.

 

Weitere Informationen zur Ausstellung


Unterstützt durch:

- Schweizerisches Rotes Kreuz SRK

- Bundesamt für Gesundheit BAG

Staatssekretariat für Migration SEM

- Gesundheitsförderung Schweiz

- Education21. Bildung für Nachhaltige Entwicklung

- Stiftung für humanitäre Hilfe SHH

- Ernst Göhner Stiftung

- Burgergemeinde Bern

- Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft SGG

- Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz HEKS

- Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn, Stiftung

- Kriegstrauma-Therapie, Verbund « Support for Torture Victims »



Führungen durch die Ausstellung

Jeden Samstag um 14h00 gibt es eine Kurzführung durch die Ausstellung. Gerne werden weitere Führungen auf Anfrage durchgeführt. Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular.   

 

Am Samstag 10. November, 17. November, 1. Dezember sowie Freitag 14. Dezember um 14h00 führt Martina Kamm (Leiterin Face Migration) durch die Ausstellung «Kein Kinderspiel»


Veranstaltungsreihe «KEIN KINDERSPIEL. Flüchten – Ankommen – Teilhaben»

Di., 20. November, 19h30 - 21h00: Verlässliche Hilfe. Brauchen wir sichere und legale Fluchtwege in die Schweiz?

Für Flüchtlinge gibt es kaum legale Wege in die Schweiz oder nach Europa. Das Leid auf den Fluchtrouten ist gross und besonders verletzliche Personen können diese oft erst gar nicht passieren. Abhilfe schafft die Umsiedelung («Resettlement») direkt aus Krisengebieten in die Aufnahmestaaten. Ein Instrument mit Zukunft in der Schweiz?

Einführung:

 

Es diskutieren:

 

 

 

 

Anmeldung:

Pfarrerin Sabine Brändlin (Mitglied Rat SEK)

 

Antoinette Killias (Bereichsleiterin Inland HEKS)

Christof Portmann (Resettlement Officer UNHCR)

Carsten Schmidt (Leiter Fachstelle Migration der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn)

 

online oder per Tel. 031 310 20 61. 


Eine Veranstaltung des SEK.

Di., 27. November, 18h30 - 20h00: Grenzenlose Solidarität: Was bringt der neue UN-Pakt für Flüchtlinge?

Der neue « Globale Pakt für Flüchtlinge » will internationale Zusammenarbeit und Solidarität stärken und damit zur Verbesserung des Flüchtlingsschutzes beitragen. Was bedeutet dies für den konkreten Umgang mit Flüchtlingen? Was ist die Rolle der Schweiz und was die der Zivilgesellschaft und der Religionsgemein-schaften?

Es diskutieren:

 

 

 

 

Anmeldung:

Marianne Hochuli (Leiterin Bereich Grundlagen, Caritas)

Anja Klug (Leiterin UNHCR-Büro für die Schweiz und Liechtenstein)

Lukas Meyer (Lehrstuhl für Systematische Theologie, LMU München)

Sabine Simkhovitch-Dreyfus (Vizepräsidentin Eidg. Kommission gegen Rassismus)

 

online oder per Tel. 031 310 20 61. 


Eine Veranstaltung des SEK.

Di., 04. Dezember, 18h30 - 20h00: Willkommenskultur: Was können Freiwillige besser als der Staat?

Unzählige Freiwillige engagieren sich in der Schweiz für Flüchtlinge. Sie wollen staatliche Integrations-bemühungen ergänzen, aber nicht ersetzen. Wie gut funktioniert dieser Ansatz? Und: Viele Freiwillige sind in Projekten aktiv, die von Religionsgemeinschaften initiiert wurden. Aber welche Rolle spielt die Religion überhaupt bei der Integration?

Es diskutieren:

 

 

 

 

Anmeldung:

Mano Khalil (Regisseur und ehemaliger Flüchtling)

Andreas Nufer (Pfarrer Heiliggeistkirche Bern)

Belkis Osman (Muslimische Seelsorgerin)

Weitere Teilnehmende

 

online oder per Tel. 031 310 20 61. 


Eine Veranstaltung des SEK im Rahmen des interreligiösen Dialogs «Glaube und Flüchtlingsschutz».

Do., 06. Dezember, 09h00: Fachtagung Verbund « Support for Torture Victims » - Arbeitsmarkt: Wie können traumatisierte Geflüchtete integriert werden? 

Der Verbund der Schweizer Ambulatorien «Support for Torture Victims» lädt ein, sich mit der Situation traumatisierter Geflüchteter und deren Eingliederung in den Arbeitsmarkt auseinanderzusetzen. 

 

Geschlossene ganztägige Veranstaltung für Fachpersonen.

 

Anmeldung: online oder per Tel. 031 310 20 61. 

Di., 11. Dezember, 16h30 - 18h15: SRK-Studie - Lebenssituation und Bedürfnisse der älteren tamilischen Migrationsbevölkerung in der Schweiz

Präsentation der Ergebnisse der bislang ersten explorativen Studie zur älteren tamilischen Bevölkerung in der Schweiz durch Hildegard Hungerbühler (Gesamtprojektleitung SRK), Damaris Lüthi (Fachexpertin und Autorin) und Marie-Louise Gerber (Operative Projektleitung SRK und Autorin).

Es diskutieren:

 

 

 

 

Anmeldung:

Alagipody Gunaseelan (Pflegefachmann)

Juliet Jayanthy Sellathurai (Soziologin und Mediatorin)

Vithyaah Subramaniam (Sozialwissenschaftlerin)

Weitere Vertretungen der ersten und zweiten Generation aus der tamilischen Diaspora

 

online oder per Tel. 031 310 20 61. 


Eine Veranstaltung des SRK.


Hinweis zur interreligiösen Erklärung zu Flüchtlingsfragen

Mit Unterstützung vom UNHCR-Büro für die Schweiz und Liechtenstein haben die drei grossen Religions-gemeinschaften in der Schweiz eine «Interreligiöse Erklärung zu Flüchtlingsfragen» veröffentlicht. Es ist das erste Mal, dass sich die im Schweizer Rat der Religionen vertretenen Religionsgemeinschaften gemeinsam zu Flüchtlingsfragen äussern. Diese Erklärung hat auf nationaler wie auf internationaler Ebene

einmaligen Charakter. Die Gläubigen werden aufgefordert, sich für Flüchtlinge zu engagieren. An die Adresse des Staates und der Politik wird appelliert, Verantwortung für die Bedürfnisse von Flüchtlingen zu übernehmen. Etwa mit der Institutionalisierung der Neuansiedlungspolitik (Resettlement).

 

Die Podiumsdiskussionen vom 20.11., 04.12. und 11.12. wiederspiegeln wichtige Themenfelder dieses einmaligen Dialogs unter Juden, Muslimen und Christen in der Schweiz.


Videos zu den Veranstaltungen


Impressionen

Vernissage: 18. Oktober 2018 

Mit einer Ansprache von alt-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer (Mitglied Rotkreuzrat) und Redebeiträgen von Fredi Lerch (Autor), Martina Kamm (Face Migration), Esther Gaillard (Vizepräsidentin Rat SEK) und Thomas Göttin (Geschäftsleiter Polit-Forum Bern).

Fotos: Susanne Goldschmid

 

Integration - Was leisten Kulturschaffende?: 1. November 2018

Renata Burckhardt (Autorin), Greis (Musiker), Mano Khalil (Regisseur), Luc Oggier (Lo & Leduc) und Sandra Künzi (Moderation) gaben Einblicke in ihr künstlerisches Schaffen und sprachen über ihre Zugänge zum Thema Integration. 

Fotos: Susanne Goldschmid

 

Staatenlosigkeit in der Schweiz «Sie sind doch nicht einfach vom Himmel gefallen, zu einem Staat müssen Sie gehören!»: 13. November

Weltweit gibt es etwa 10 Millionen Staatenlose: Menschen, die keine Staatsangehörigkeit haben. Da nur wenig über die Situation staatenloser Menschen in der Schweiz bekannt ist, hat UNHCR 2017 hierzu eine Studie durchgeführt. Anlässlich der Veröffentlichung der Studie lädt UNHCR Experten und die Öffentlichkeit zu einer Diskussion ein. 

Fotos: Susanne Goldschmid


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