Jenische und Sinti – anerkannte nationale Minderheiten in der Schweiz


04. März - 23. März 2019: dOPPELAusstellung

Die Jenischen und die Sinti sind Minderheiten der Schweiz,

anerkannt im Rahmen des Rahmenüberein­kommens des Europarats zum Schutz nationaler Minderheiten. Der Kultur beider Minderheiten, den Jenischen und den Sinti, ist eines gemeinsam: Der Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit, damit verbunden für viele von ihnen: die fahrende Lebensweise. Ihre Geschichte, ihre Kultur, ihre Traditionen – und als wichtigster Kulturträger ihre Sprachen – unterscheiden sich jedoch stark voneinander.

 

Die beiden Wanderausstellungen «Latscho diwes – Sinti, die unbekannteste Minderheit der Schweiz» des Vereins «Sinti Schweiz» und «Deine unbekannten Nachbarn» der «Radgenossenschaft der Landstrasse» zeigen aber auch, wie viele Anliegen die Jenischen und die Sinti teilen: die generelle Stärkung der Minderheiten, die Schaffung von Standplätzen (Winterquartiere) und offiziellen Durchgangsplätzen für die Monate der sommerlichen Reise, die Pflege und Stärkung der je eigenen Kultur und Sprache.

 

Führungen durch die Ausstellung:

Am 9., 16. und 23. März um 14 Uhr finden öffentliche Führungen durch die Ausstellung mit Hans Gemperle (Radgenossenschaft der Landstrasse) und Vertretern des Vereins «Sinti Schweiz» statt.

 

Zudem finden wie gewohnt jeden Samstag um 14h00 die Kurzführungen durch die Ausstellung statt. Auch dafür braucht es keine Anmeldung. 



Podiumsdiskussion « Jenische, Sinti und Roma: Zusammenleben mit Minderheiten in der Schweiz »

05. März 2019, 18h30 – 20h00

Ende 2018 hat der Bundesrat zwei für die Jenischen, Sinti und Roma relevante Geschäfte verhandelt: Einerseits hat er die Antwort der Schweiz auf den Bericht des Europarates zum Schutz der nationalen Minderheiten verabschiedet. Andererseits hat er den Stand der Umsetzung des Aktionsplans für

die Verbesserungen der Lebensbedingungen von Jenischen, Sinti und Roma zur

Kenntnis genommen.

 

Es stellt sich deshalb die Frage, was dies im Hinblick auf das dringendste Anliegen – der Schaffung von genügend Halteplätzen – wert ist. Das Podium greift auch die Themen der Ausstellungen auf: Wie definieren die Jenischen und Sinti ihre Identitäten? Wer sind die Roma, die mitten unter uns in der Schweiz leben?

Es diskutierten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Musik: 

Stefan Heinichen (Experte Roma) 

 

Daniel Huber (Präsident Radgenossenschaft

der Landstrasse)

 

Christoph Neuhaus (Präsident Stiftung «Zukunft für

Schweizer Fahrende» und Regierungsratspräsident des Kantons Bern)

 

Aline Trede (Nationalrätin, Grüne, Bern)

 

Fiona Wigger (Bundesamt für Kultur)

 

Fino Winter (Präsident Verein «Sinti Schweiz»)

 

 

 

Joseph Mühlhauser und verschiedene Sinti-Musiker 

 



Berichterstattung