Moderne direkte Demokratie


14. Januar - 23. Februar 2019: Ausstellung

Die direkte Demokratie ist eine der Besonderheiten des

politischen Systems der Schweiz.

 

Diese Ausstellung informiert über die Instrumente der direkten Demokratie in der Schweiz, ihre Entstehungsgeschichte und Wirkung. Sie wirft aber auch einen kritischen Blick auf die direktdemokratische Praxis und thematisiert gegenwärtige und zukünftige Heraus-forderungen der Partizipation von Bürgerinnen und Bürger.

 

Schweizer Abstimmungsplakate von 1918 bis heute:

Das Polit-Forum Bern zeigt in Zusammenhang mit der Ausstellung «Moderne direkte Demokratie» in Form einer Bildschirmpräsentation Plakate der Ausstellung «Stimmvolk - Volksstimme» vom Museum für Gestaltung Zürich.

 

 

Teilen Sie Ihre Eindrücke mit dem Hashtag #modernedirektedemokratie 

 



Jeden Samstag um 14h00 gibt es eine Kurzführung durch die Ausstellung. Gerne werden weitere Führungen auf Anfrage durchgeführt. Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular.   


mEHR iNFORMATIONEN ZUR DIREKTEN DEMOKRATIE

Dossier zur direkten Demokratie mit Reportagen, Hintergründe und Meinungen von swissinfo sind hier zu finden. 


dIDAKTISCHES mATERIAL

Zu den aktuellen Ausstellungen stellt das Polit-Forum Bern jeweils didaktisches Material für Schulklassen zur Verfügung. 

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Aufgaben
Fragen zur Ausstellung und als Vor- und Nacharbeitung im Unterricht.
Didaktisches Material zur Ausstellung (A
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Lösungen
Lösungen zu den Aufgaben
Didaktisches Material zur Ausstellung (L
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Podiumsdiskussion «Das Lokale als Laboratorium für die direkte Demokratie»

Do., 31. Januar 2019, 18h30

Wir sind nicht mehr allein: Auf lokaler Ebene entstehen weltweit neue Ansätze für direkte Demokratie. Was könnte für die Schweiz geeignet sein?

Inputreferat: 

 

 

Es diskutierten:

 

 

 

 

Bruno Kaufmann «Die Demokratiewelt wird immer lokaler, direkter, digitaler und transnationaler, und das ist gut so.»

 

Nadja Braun (Zentrum für Demokratie, Aarau)

Bruno Kaufmann (Globaler Demokratiekorrespondent, swissinfo)

Stephan Lausch (Koordinator der Initiative für mehr Demokratie, Südtirol)

Inés Mateos (Institut Neue Schweiz, INES)

 

 


Impressionen



Impressionen Der Vernissage


Take Aways Der Podiumsdiskussion «Das Lokale als Laboratorium für Die direkte Demokratie»

Text von Thomas Göttin, Moderator der Veranstaltung

  

Gut möglich, dass wir derzeit gerade eine neue Entwicklungsphase der direkten

Demokratie erleben. Dazu jedenfalls gab die Diskussion im Polit-Forum Bern

einige erstaunlich klare Anhaltspunkte und ein paar Take-Aways, die auch für

die Schweiz von Bedeutung sind.

 

Die Zahl der Volksabstimmungen nimmt weltweit rasant zu. Noch nie wurde so viel

abgestimmt wie 2018. Klar: Die direkte Demokratie ist nicht unbestritten. Sie

hat mächtige Gegner und ist der Gefahr der Instrumentalisierung ausgesetzt. Doch

vor allem in grossen Städten auf allen Kontinenten werden moderne Formen der

direkten Demokratie immer häufiger verwendet. Aber auch im Südtirol wurde 2018

ein Gesetz zur direkten Demokratie eingeführt. Und hier die Take-Aways.

  • Verankerung: Direkte Demokratie entsteht von unten und knüpft an ganz unterschiedliche lokale Voraussetzungen an, kann aber gut auch über bestehende Grenzen hinweg funktionieren.
  • Information und Transparenz: Zugang zu Informationen, Verständlichkeit sowie Transparenz über Interessen und eingesetzte Mittel sind eine zentrale Voraussetzung für direkte Demokratie.
  • Verbindlichkeit: Auch bei neuen partizipativen Formen muss von Beginn weg der Rahmen klar sein. Die Leute möchten nicht Partizipation spielen sondern erwarten Verbindlichkeit.
  • Infrastruktur: Direkte Demokratie braucht Infrastrukturen, Orte der Diskussion und digitale Plattformen. Gerade für Millionenstädte sind sie unverzichtbar.
  • Inklusion: Die Beteiligung der Jungen und der Ausländerinnen und Ausländer bleibt eine der grossen Baustellen in der Schweiz. 
Eine Stärkung der direkten hat auch Einfluss auf die repräsentative Demokratie: Ein Parlament, das auf ein Korrektiv durch die Bevölkerung abstellen muss, wird eher den Ausgleich und Kompromiss suchen – das

wiederum kann Anpassungen im Wahl- und Regierungssystem erfordern.

 

Genug Stoff für weitere Diskussionen – bis zum nächsten Mal

Thomas Göttin


Corps Diplomatique

Vor dem Corps Diplomatique im Polit-Forum Bern, bei welchem verschiedene Botschafter und Botschafterinnen aus alles Welt anwesend waren, hielt die Staatssekretärin Pascale Baeriswyl eine Rede, welche unter diesem Link nachlesbar ist. Die Rede ist auf Französisch.


Berichterstattung


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